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  Besuch beim

Fritz Hüser-Institut

für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur

Montag, 25.11.2002

 Die „Welt der Arbeit“ wurde uns bei dem Besuch dieser Einrichtung auf eine ganz besondere Art nahegebracht. Das Institut geht auf eine 1923 durch den Stahlarbeiter Fritz Hüser begonnene Privatsammlung von Büchern, Zeitschriften und Dokumenten der gesamten Arbeiterkulturbewegung, insbesondere der Literatur der Arbeitswelt, zurück. 1973 übergab der seit 1945 als Direktor der Dortmunder Stadtbücherei tätige Fritz Hüser diese Privatsammlung an die Stadt Dortmund, die daraus ein wissenschaftliches Institut machte.

 Sehr freundlich wurden wir von Herrn Prof. Dr. Rainer Noltenius, dem wissenschaftlichen Leiter des Institutes, empfangen. Wir fühlten uns sofort heimisch in den Räumen dieser Einrichtung. Zu unserer Begrüßung hatte man eine Zusammenstellung von Dokumenten, Fotos und Berichten einiger Kolpingsfamilien aus Dortmund ausgewählt, die wir erfreut angesehen haben.

 Anschließend erläuterte uns Herr Prof. Noltenius die Sammlungsschwerpunkte. Sie bestehen aus Literatur der Arbeitswelt, also Dichtung und Autobiografien von Arbeitern und Angestellten, außerdem aus Dokumenten aus der Welt von Arbeit und Arbeitslosigkeit. Mit Mühe und Sorgfalt wurde die umfangreiche Sammlung angelegt, und sie wird ständig erweitert. In Europa ist diese Einrichtung, die uns die Kultur der abhängig Beschäftigten vermittelt, einzigartig. Es wird archiviert, wissenschaftlich aufgearbeitet und, was besonders wichtig ist, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wie Angestellte und Arbeiter, Arbeitslose und Wohnungslose, Initiativen und Verbände ihre kulturellen Ausdrucksformen entwickeln. Im Fritz Hüser-Institut werden diese Zeugnisse der Kultur vor dem Vergessen bewahrt.

Eine sehr interessante Wanderausstellung,
die bereits in mehreren Städten des In- und Auslandes gezeigt wurde, gab unseinen Überblick über die Vielfalt der gesammelten Dokumente, Texte, Fotos aus einigen Jahrzehnten der Kultur der Arbeiter und Angestellten.


 

Es hat uns allen sehr gut gefallen im Fritz Hüser-Institut. Am besten ist, Sie gehen auch mal dorthin. Es lohnt sich wirklich. Vielen Dank an Herrn Prof. Noltenius für die umfassende Information über die einzigartige Sammlung.

 

Aufruf an die Kolpingsfamilien:

Bitte öffnet Eure Archive und tragt dazu bei, daß die Kultur unserer christlichen Verbände auf diesem Wege der Öffentlichkeit gezeigt werden kann. Wer Unterlagen (Dokumente, Festschriften, Liederbücher etc.) zur Verfügung stellen kann, bitte wenden an:
 Fritz Hüser-Institut, Ostwall 64, 44 122 Dortmund, Telefon: 0231/50-2 32 27

Ursula Roter.

 

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